Die Bachforelle

Bachforelle

Die Bachforelle ist die wichtigste einheimische Salmonidenart, die in sauberen Bächen und Flüssen mit einem hohen Sauerstoffgehalt und kiesigem Untergrund vorkommt. Ihr charakteristisches Kennzeichen sind rote Punkte an den Seitenflächen. Sie benötigt für Unterstände Störsteine, Wurzelstöcke und andere Strukturelemente. Zur Laichzeit führt sie Wanderungen zu geeigneten Laichplätzen (Kiesbänken) durch. Für die Besetzung der freien Gewässer werden in der Lehranstalt für Fischerei Bachforellen, die aus Wildfischen der Wiesent und Aufseß abstammen, erzeugt. Der Bezirksfischerei Oberfranken hat der Fachberatung der Fischerei hierfür ein eigenes Fischereirecht in der Aufseß zur Verfügung gestellt. In der Leichzeit werden vor allem Milchner entnommen und in den Bestand eingekreuzt. Damit wird erreicht, dass diese Fische Wildfischeigenschaften (selbständiges finden von Futter, Verstecken vor Feinden, Eroberung von Standplätzen) behalten. Sie sind außerdem an die ökologischen Bedingungen in den oberfränkischen Gewässern angepasst. Die natürlichen Bestände der Bachforelle werden durch Verschlammung der Laichplätze gefährdet. Der Wiesenumbruch in den Talauen zu Ackerflächen ist daher zu unterlassen.

 

Bachforelle ohne Punkte

In der Lehranstalt für Fischerei werden zu Speisefischzwecken Bachforellen ohne rote Punkte gehalten und gezüchtet. Diese Fische wachsen wesentlich besser als die rotgepunkteten Bachforellen und sind resistent gegen die Virale Hämorrhagische Septikämie (VHS).

 

2007 Bezirk Oberfranken