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Pressemitteilungen
Bezirk
| 15. August 2016

Silber für engagierte Oberfranken

Der Bezirkstag von Oberfranken verleiht die Ehrenmedaille des Bezirks in Silber an sechs vierdiente Oberfranken.

Das Bild zeigt die Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken in Silber. Die Medaille trägt das Wappen des Bezirks und hängt an einem rot-weißen Band.
Die Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken in Silber wird an Personen verliehen, die sich um Oberfranken verdient gemacht haben. (Foto: Bezirk Oberfranken)

Sechs Mal Silber für Oberfranken: Nicht bei den Olympischen Sommerspielen in Rio, sondern in der letzten Sitzung des oberfränkischen Bezirkstags vor der Sommerpause wurde über die Vergabe der Ehrenmedaillen des Bezirks Oberfranken in Silber entschieden. Sechs engagierte Oberfranken werden demnach für ihre Verdienste für die Region ausgezeichnet, wie der Bezirkstag einstimmig beschloss. Die Verleihung der Ehrenmedaillen wird im Herbst stattfinden.

Die diesjährigen Träger der Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken in Silber kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Kultur, Handwerk, Religion, Politik oder Technik. Gemeinsam haben die sechs Persönlichkeiten jedoch eines: Sie haben sich allesamt für ihre oberfränkische Heimat verdient gemacht und werden dafür vom Bezirk ausgezeichnet. Im Einzelnen werden die Medaillen an die Dirigentin Ljubka Biagioni Freifrau von und zu Guttenberg, den Vater des MP3-Formats Prof. Dr.-Ing. Heinz Gerhäuser, den Präsidenten der Handwerkskammer Thomas Zimmer, den Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags Egon Herrmann sowie an die beiden Bayreuther Wolfgang Kern und Dr. Klaus Loscher für ihre vielfältigen gesellschaftlichen Verdienste verliehen.

„Wir haben in Oberfrankens sehr viele Menschen, die sich um ihre Heimat verdient gemacht haben. Mit der Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken in Silber wollen wir sie für dieses Engagement auszeichnen“, fasst Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler den Hintergrund der 1966 eingeführten Auszeichnung zusammen. Dabei wird die Ehrenmedaille keineswegs inflationär vergeben, die Vorschläge kommen vielmehr gezielt von den einzelnen Bezirkstags-Fraktionen. Die Anzahl der in einer fünfjährigen Wahlperiode zu verleihenden Ehrenmedaillen in Silber ist zudem auf 30 begrenzt. Pro Kalenderjahr sollen laut der Ehrensatzung des Bezirks Oberfranken nicht mehr als sechs Medaillen verliehen werden. Die Ehrungen finden im Herbst dieses Jahres im Rahmen einer kleinen Feierstunde statt.

INFO:

Seit 1966 verleiht der Bezirk Oberfranken die Ehrenmedaille in Silber an Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße für Oberfranken und seine Menschen engagiert haben.

 

Prof. Dr.-Ing. Heinz Gerhäuser (Landkreis Bayreuth)

Prof. Dr.-Ing. Heinz Gerhäuser, 1946 in München geboren, in Rummelsberg und Fürth aufgewachsen, absolvierte zunächst eine Lehre als Elektromechaniker, bevor er ab 1965 Elektrotechnik studierte. Nach mehreren beruflichen Stationen wirkte er ab 1985 für die Fraunhofer-Gesellschaft in Erlangen. Von 1998 bis 2011 stand er dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen als geschäftsführender Institutsleiter vor und hatte daneben seit 1999 an der den Lehrstuhl für Informationstechnik an der dortigen Universität inne. Im Fraunhofer-Institut leitete er das Team, das das Audiokodierverfahren mp3 entwickelte und damit eine neue Epoche in der Verbreitung digitalisierter Musik und damit in der Musikwirtschaft einleitete. Prof. Gerhäuser, der im Waischenfelder Gemeindeteil Saugendorf lebt, gehörte wichtigen Gremien an wie dem Wissenschaftlich-Technischen Beirat der Bayerischen Staatsregierung oder der Jury des Deutschen Zukunftspreises des Bundespräsidenten. Er ist seit 2013 Präsident der Bayerischen Forschungsstiftung.

Prof. Gerhäuser ist Träger mehrerer Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, der Bayerische Verdienstorden und der Bayerische Maximiliansorden. Seit 2011 ist er Ehrenbürger von Waischenfeld. 2015 erhielt er den Sonderpreis der Oberfrankenstiftung. Dass das Fraunhofer-Institut heute auch in Oberfranken Niederlassungen betreibt, ist ganz wesentlich sein Verdienst. Besonders hervorzuheben ist die auf Prof. Gerhäuser zurückgehende Gründung des „Fraunhofer Forschungscampus Waischenfeld“ (errichtet 2011–2015). Hier können Wissenschaftler unterschiedlicher Fraunhofer-Institute in Klausur gehen.

Baronin Ljubka Biagioni zu Guttenberg (Landkreis Kulmbach)

Baronin Ljubka Biagioni zu Guttenberg ist eine Dirigentin von internationalem Ruf. Ihr musikalischer Werdegang und ihre Erfolge beim Publikum sprechen für sich. Seit Anfang 2016 ist Ljubka Biagioni First Guest Conductor beim Sofia Philharmonic Orchestra und beim National Philharmoic Choir „Svetoslav Obretenov“, Sofia. Die Position als „Staatlicher Dirigent“ wurde ihr 2012 für eben diese Ensembles zugesprochen. Seit 2013 ist sie Chefdirigentin der Sofia Symphonics. Geboren wurde sie als Tochter eines italienischen Politikers in Rom. Durch ihre Heirat mit dem deutschen Dirigenten Enoch zu Guttenberg im Jahre 1997 trägt sie den Namen Freifrau von und zu Guttenberg. Das Schloss der Adelfamilie in der Gemeinde Guttenberg im Landkreis Kulmbach wurde zu ihrer neuen Heimat. Sie fühlt sich hier zu Hause und bringt sich in das gesellschaftliche Leben ein.

Überhaupt liegt Baronin Ljubka Biagioni zu Guttenberg die Region sehr am Herzen. Es ist ihr wichtig, ihre Freude an der Musik mit den Menschen, die hier leben zu teilen. Neben Konzerten in ganz Franken dirigiert sie im Sommer 2016 bereits zum vierten Mal im Rahmen der Plassenburg Kulmbach Open-Air Konzert Reihe für ihr heimisches Publikum.

Als Dirigentin ist Ljubka Biagioni in einem überwiegend von Männern besetzten Berufsbild eine Ausnahmeerscheinung. Ihre persönliche Ausstrahlung und die Leidenschaft zur Musik berühren die Zuhörer in einer ganz besonderen Art und Weise.

Thomas Zimmer (Bayreuth)

Thomas Zimmer aus Bayreuth ist Präsident der Handwerkskammer Oberfranken und Inhaber der Bayreuther Traditionsbäckerei Lang. Seit Januar 2016 gehört er als Vizepräsident dem Präsidium des Zentralverbandes des deutschen Handwerks an.

Thomas Zimmer engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für das Handwerk. So gründete er im Jahr 1989 die Junioren des Handwerks Bayreuth Stadt und Land und war bis zum Jahre 1999 Vorstandssprecher des Junghandwerks Oberfranken. Außerdem unterrichtete er in den Meisterschulen der Handwerkskammer für Oberfranken für das Bäcker- und Konditorhandwerk und gehört seit dem Jahre 1994 dem Meisterprüfungsausschuss an. Daneben ist Herr Zimmer Vorstandmitglied in der Bäcker-Innung Bayreuth Stadt und Land sowie im Bäckerfachverein Bayreuth und wirkt im Aufsichtsrat der BÄKO Franken-Oberbayern mit.

Egon Herrmann (Landkreis Kronach)

Egon Herrmann aus Hummendorf (Landkreis Kronach) hat sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich für die Kulturregion Franken engagiert und dabei besondere Schwerpunkte in und für Oberfranken gesetzt. Hervorzuheben ist sein aktives und nachhaltiges Wirken für das regionale Mundarttheater. Darüber hinaus galt bzw. gilt Herrmanns ehrenamtlicher Einsatz auch anderen Bereich des Gemeinwesens – so dem kirchlichen und dem kommunalverbandlichen Leben.

So war er Mitglied der Evangelischen Landessynode (2008 – 2014). Seit 2002 steht er der Gemeinde Hummendorf als Erster Bürgermeister vor. Seit 2011 ist er zudem Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetags im Landkreis Kronach. Seit 2014 bekleidet er das Amt des Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags in Oberfranken.

Wolfgang Kern (Bayreuth)

Wolfgang Kern hat sich in verschiedenen Bereich des gesellschaftlichen Lebens (Kommunale Selbstverwaltung, Gewerkschaft, Rotes Kreuz, AOK Bayern) große Verdienste erworben. Er hat es verstanden, sein im Bereich und in der gewerkschaftlichen Arbeit erworbenes Wissen in seine Ehrenämter einfließen zu lassen und zum Wohle der Gesellschaft insgesamt, besonders aber zum Wohle von Bayreuth und Oberfranken wirken zu lassen.

Wolfgang Kern denkt dabei stets über Partei-, Verbands- und Vereinsgrenzen hinweg, um Wege zum Konsens aufzuzeigen und so zu tragbaren Lösungen zu kommen. Besonders hervorzuheben ist seine Tätigkeit als Geschäftsführer der AOK Bayreuth-Kulmbach von 1996 bis 2002, seine Funktion als Einrichtungsbeauftragter der AOK Chemnitz in den Jahren 1990 bis 1991 sowie sein langjähriges kommunalpolitisches Wirken in Bayreuth (1990 - 2014).

Dr. Klaus Loscher (Bayreuth)

Herr Dr. Klaus Loscher aus Bayreuth war mehr als 40 Jahre als Pfarrer tätig. Er unterrichtete 27 Jahre lang als Schulpfarrer am Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium in Bayreuth. Herr Dr. Loscher ist Träger der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und des Kronenkranzes der Diakonie in Gold. Seit mehr als 20 Jahren ist er zudem Mitglied und Referent im Aktionskreis "Kronacher Synagoge". Er arbeitet weiterhin ehrenamtlich für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Unter anderem ist er dort als seelsorgliche Begleitung des Volksbundes bei Fahrten zu Grabstätten in der Ukraine, in Polen oder Russland tätig. Dr. Klaus Loscher ist Mitbegründer des AK "Kirche und Sport" der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. Jahrzehntelang war er Sportbeauftragter für den Kirchenkreis Bayreuth. Seit 1958 pfiff Dr. Loscher außerdem als Schiedsrichter für den Bayerischen-Fußball- Verband, davon 18 Jahre in seiner Heimatgruppe Kronach, acht Jahre in der Gruppe Pegnitzgrund und seit 1982 in der Gruppe Bayreuth. Neben diesen Tätigkeiten, widmete er sich mit viel Hingabe auch immer wieder historischen Persönlichkeiten aus Oberfranken.


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Bezirk Oberfranken
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95445 Bayreuth

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