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Pressemitteilungen
Gesundheit
| 02. Oktober 2018

Ausreichend Raum für die Seele

Neubau am Bezirkskrankenhaus Bayreuth wird eingeweiht

Das Bild zeigt den modernen Neubau der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Bezirkskrankenhaus Bayreuth.
Am Freitag, 5. Oktober, können sich von 13 bis 18 Uhr beim Tag der offenen Tür alle ein Bild vom neuen Bau der Klinik machen. (Foto: Uli Sommerer / GeBO)

Noch riecht man die Baustelle. Mörtel und Farbe sind gerade getrocknet, die Möbel werden geliefert montiert, aufgestellt, die Zimmer eingerichtet: Das neue Gebäude P1 der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Bezirkskrankenhaus Bayreuth in Oberfranken kann bezogen werden. Professor Thomas Kallert, Leitender Ärztlicher Direktor der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken, spricht von einem Meilenstein, wenn er vom Neubau der Klinik spricht. Und am Freitag, 5. Oktober, dürfen sich von 13 bis 18 Uhr beim Tag der offenen Tür alle ein Bild vom neuen Bau der Klinik machen.

Zwei Jahre lang wurde gewerkelt und gebaut, noch länger schon geplant - jetzt steht der barrierefreie Neubau der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO) in Bayreuth und nutzt Patienten und Mitarbeitern gleichermaßen. Das neue Gebäude macht es möglich, die Klinikbereiche, in denen schwerpunktmäßig psychotherapeutische Behandlungen durchgeführt werden, zusammenzufassen: Depressionszentrum, klinische Sozialpsychiatrie (Psychotherapie bei Psychosen), und die psychosomatische Abteilung, die um eine zweite Station erweitert wird. Heißt: hier sind kurze Wege möglich und schaffen so eine noch engere Zusammenarbeit der verschiedenen Therapiebereiche. Stationen und Therapieräume liegen jetzt nicht mehr Fußmärsche voneinander entfernt. „Wir wollen nicht nur eine heilsame Umgebung für unsere Patienten schaffen, sondern gleichzeitig auch die Arbeitsatmosphäre für unsere Mitarbeiter verbessern. Sie leisten eine tolle Arbeit an und mit unseren Patienten“, hatte Vorstand Katja Bittner schon beim Spatenstich für das neue Gebäude gesagt. Es ist natürlich die Leistung von Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften, die bei der Genesung der Patienten entscheidend ist. Einen Beitrag zur Genesung leistet aber eben auch die Atmosphäre einer Klinik – umso mehr, wenn es sich um psychische Erkrankungen handelt.

Offene Architektur

Und in die wurde hier fleißig investiert, finanziell natürlich, aber auch architektonisch und gestalterisch. Das Klinikgebäude präsentiert sich offen und weitläufig, eine große Eingangshalle mit einladender Beleuchtung und Mut machenden Worten an der Wand heißt Patienten und deren Besucher willkommen.

In dem dreigeschossigen Bau wird viel mit Farbe gearbeitet. Jedem Geschoss ist eine Farbe zugeordnet: gelb, grün, blau. Sie dient der Orientierung, aber auch der Gestaltung. Die Stühle in den Esszimmern sind fröhlich-bunt, grüne und orangefarbene Sessel laden zur Entspannung ein.

Dazu kommen Licht-Elemente. Lichtleisten in den Wänden markieren Bereiche für Patienten. Innenhöfe bringen zudem viel Tageslicht ins Gebäude und vermitteln ein Gefühl der Weite.

Auf den Stationen gibt es für die Patienten Zweibettzimmern. Auch das hat einen therapeutischen Nutzen. Zum einen kann in einem Zweibettzimmer dem einen oder anderen Patienten schon die Angst genommen werden, die Angst vorm Alleinsein. Die Patienten fühlen sich einfach sicherer, wenn sie (auch nachts) nicht allein in einem Raum sein müssen. Dazu kommt aber, dass ein Zweibettzimmer auch soziale Interaktion fordert und fördert, Kompetenzen in diesem Bereich werden erarbeitet und geschult. Es hat therapeutischen Nutzen, wenn Patienten mit anderen, ihnen fremden Menschen, kooperieren und kommunizieren müssen, wenn Regelungen und Absprachen getroffen werden müssen.

Integrierte Therapiebereiche 

Im Gebäude sind nicht nur die Patienten auf verschiedenen Stationen – auch die Ergotherapie, die Sporttherapie und ein tagesklinischer Bereich für Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen sind hier zu finden. Auch das ermöglicht kurze Wege für die Patienten.

Auch der Außenbereich lädt zum Verweilen ein. Große Rasenfläche, Bäume die Schatten spenden, duftender Lavendel, riesige, bequeme Holzliegen laden zum Entspannen ein, Tischtennisplatten bieten die Möglichkeit, sich zu bewegen.

Bewegung und Beschäftigung spiegeln sich im neuen Gebäude auch in der Therapie wieder, sie sind wichtige Bestandteile dabei, den Patienten einen Weg in den Alltag aufzuzeigen. Es gibt Raum und Räume für kognitives Training, fürs Malen und Basteln, für Gymnastik und Entspannung und es gibt Raum und Räume, um sich zurück zu ziehen und welche, um in Kontakt mit Mitpatienten zu treten.

Ein weiteres Angebot, das sich auch im Gebäude zeigt, ist der, wenn man so will, Genuss: Es steht nicht nur eine Lehrküche zur Verfügung, in der Diätassistenten mit den Patienten arbeiten können. Auch auf den Stationen stehen den Patienten Küchen zur Verfügung, in denen sie miteinander kochen, essen und genießen können. So lernen sie, wieder achtsamer und genussvoller durchs Leben zu gehen. Mehr als das: Das gemeinsame Kochen fördert soziale Kompetenz und ist gleichzeitig lebenspraktisches Training. Gerade junge Patienten können häufig nicht kochen und backen und benötigen auch hier Hilfestellung.

Wohlfühl-Umgebung

Achtsam mit sich selbst umzugehen und so einen Weg aus der Krankheit zu finden, dazu lädt auch ein speziell gestaltetes, großzügiges Bad ein. Schwarzer Stein, eine große Badewanne – hier kann man sich in ansprechendem Design schon wohl fühlen, noch bevor man ins warme Badewasser steigt und sich wohlig umhüllen lässt. Entspannungsangebote sind ein wesentlicher Faktor in der psychiatrischen Pflege. Und gerade ein Bad hilft, wenn Patienten unruhig, angespannt oder aufgeregt sind. Häufig verkrampft sich dann auch der Körper, die psychischen Ursachen haben körperliche Auswirkungen, die sich in einem Entspannungsbad regulieren lassen. Das warme Wasser, Düfte und Musik unterstützen und fördern Entspannung, helfen am Abend auch beim Einschlafen, wenn Schlafstörungen mit einer psychischen Erkrankung einhergehen.

Insgesamt zeigt der Neubau der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, dass Psychiatrie in Bewegung ist und gewährt einen Einblick in die Zukunft dieses Fachs. Am Bezirkskrankenhaus Bayreuth ist Psychiatrie von morgen heute schon erlebbar.

Daten zum Neubau

  • 92 stationäre und acht tagesklinische Plätze stehen im Neubau des Bezirkskrankenhauses Bayreuth zur Verfügung
  • Grundfläche: 7895 Quadratmeter
  • Umbauter Raum: 35.185 Kubikmeter
  • Die Kosten für den Neubau liegen bei 20 Millionen Euro. Davon kommen 18 Millionen Euro aus dem Krankenhausbauprogramm, zwei Millionen Euro werden aus Eigenmitteln der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken investiert

Info

Am Freitag, 5. Oktober, findet am Bezirkskrankenhaus Bayreuth unter dem Motto „Psychiatrie entdecken“ ein Tag der offenen Tür statt, bei dem jeder die Möglichkeit hat, den Neubau zu besichtigen. Natürlich kann nicht nur Raum für Raum erlebt werden – auch Fachvorträge (zum Beispiel über Angst und Depression), viele Mitmachaktionen und ein buntes Programm für Kinder werden angeboten. Der Tag der offenen Tür findet am 5. Oktober von 13 bis 18 Uhr im Bezirkskrankenhaus, Nordring 2, 95445 Bayreuth, statt.

Pressekontakt

Bezirk Oberfranken
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Öffentlichkeitsarbeit
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95445 Bayreuth

Pressesprecher
Christian Porsch
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