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Pressemitteilungen
Bezirk
| 05. August 2016

Partnerschaft vertieft

Bei einem Besuch einer Delegation aus der Region Transkarpatien wurde die bestehende Partnerschaft vertieft.

Der transkarpatische Gebietsrat Mychaylo Riwis und Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler unterzeichneten im Beisein der Bezirksräte Reinhardt Glauber und Dr. Beate Kuhn, des Chefarztes der Uschhoroder Stadtklinik Iwan Kurach, des Bundestagsabgeordneten
Der transkarpatische Gebietsrat Mychaylo Riwis (vorne links) und Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler (vorne rechts) unterzeichneten die neue Kooperationsvereinbarung. (Foto: Bezirk Oberfranken)

Es war ein Mammutprogramm, das die sechsköpfige Delegation aus dem westukrainischen Transkarpatien in dieser Woche in Oberfranken bewältigte. Der Bezirk Oberfranken hatte die Abordnung um den neu gewählten transkarpatischen Gebietsrat Mychaylo Riwis nach Oberfranken eingeladen, um die partnerschaftlichen Beziehungen weiter zu vertiefen. Am Ende des Besuchs stand die Unterzeichnung einer umfassenden Kooperationsvereinbarung beider Gebietskörperschaften. Vorher erhielten die Gäste einen praktischen Einblick in die Aufgaben des Bezirks Oberfranken im Bereich Gesundheitswesen, Landwirtschaft, Fischerei und Kultur.

Der Bezirk Oberfranken unterhält seit dem Jahr 2001 eine Partnerschaft mit der ukrainischen Teilregion Transkarpatien. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Goldkronach unterzeichneten nun Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler und der Gebietsrat der westukrainischen Region, Mychaylo Riwis, eine darauf aufbauende Kooperationsvereinbarung. „Wir wollen unsere Partnerschaft im 15. Jahr ihres Bestehens weiterentwickeln und auf eine neue Stufe stellen. Ich freue mich sehr, dass wir mit Herrn Gebietsrat Riwis hierfür einen verlässlichen Partner gefunden haben“, bezeichnete Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler die neue Vereinbarung im Beisein des Bundestagsabgeordneten und Beauftragten der Bundesregierung für nationale Minderheiten Hartmut Koschyk als Glücksfall für die Partnerschaft.

Vorgesehen sind die Förderung von Besuchen und Austauschprogrammen auf den Gebieten Gesundheitswesen, Verwaltung, öffentliche Ordnung sowie Kunst und Kultur. Zudem sollen Lehrmaterialen für die deutsche Minderheit in der Region angeschafft und Projekte in Transkarpatien angestoßen werden. Auf Bitten des Gebietsrates versprach Denzler auch Kontakte in die oberfränkische Wirtschaft- und Tourismuslandschaft sowie zwischen den Universitäten beider Regionen herzustellen.

Der transkarpatische Gebietsrat Riwis, der an der Spitze einer sechsköpfigen Delegation stand, dankte herzlich für die Einladung durch die „oberfränkischen Freunde“: „In Transkarpatien leben über 100 Nationen in Frieden und Wohlstand zusammen. Unsere Region kann ein Modell für die ganze Ukraine sein.“ Dafür bedürfe es allerdings einiger Unterstützung von der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und des Bezirks Oberfranken. Auch an Städtepartnerschaften zeigte sich Riwis sehr interessiert. Denzler versprach, den eingeschlagenen Weg im Rahmen der Möglichkeiten des Bezirks zu unterstützen.

Zuvor besuchte die Delegation unter anderem die Lehranstalt für Fischerei des Bezirks Oberfranken in Aufseß, die Lehranstalt für Landwirtschaft in Bayreuth sowie die Maisel’s Erlebniswelt. Zudem stand eine Führung durch das Bezirkskrankenhaus Bayreuth und ein gemeinsames Treffen im Büro des Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk auf dem umfangreichen Besuchsprogramm.

INFO Transkarpatien

Transkarpatien ist eine von 24 Teilregionen der Ukraine. Das 12.777 Quadratkilometer große Gebiet (zum Vergleich Oberfranken: 7.231 km²) liegt im äußersten Westen des Landes und grenzt direkt an die EU-Mitgliedsstaaten Polen, Slowakei, Ungarn und Rumänien an. Die Einwohnerzahl von 1,26 Millionen Menschen entspricht in etwa der Größe Oberfrankens (rund 1,1 Millionen Einwohner). Die Hauptstadt ist Uschhorod.

Aufgrund ihrer wechselvollen Geschichte leben in der Region Transkarpatien zahlreiche Minderheiten, darunter auch viele Deutsche. Auf Geheiß des Fürstbischofs Friedrich Karl von Schönborn brach im Jahre 1731 der erste Zug von rund 50 oberfränkischen Bauern- und Handwerkerfamilien aus dem Hochstift Bamberg in das heutige Transkarpatien auf, um dort das von Kriegen verwüstete Land des Fürstbischofs aufzubauen. Heute leben die Nachkommen dieser sogenannten „Schönborn-Franken“ in Transkarpatien und pflegen die deutsche Sprache und die Traditionen ihrer Vorfahren. Diese Wurzeln bildeten die Grundlage für die Gründung der Partnerschaft im Jahr 2001. 


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