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Pressemitteilungen
Kultur
| 27. September 2017

Klangwunder für Lichtenberg

Haus Marteau bekommt einen eigenen Konzertsaal

Strahlende Gesichter beim Spatenstich vor der einstigen Künstlervilla Haus Marteau in Lichtenberg. Auf der Baustelle stehen die Ehrengäste mit Spaten in der Hand und Helm auf den Kopf zum obligatorischen Spatenstich. Im Hintergrund ist die Villa zu sehen vor der die Fahne des Bezirks Oberfranken weht.
Spatenstich für ein Millionenprojekt: direkt neben der Internationalen Musikbegegnungsstätte Haus Marteau entsteht größtenteils unterirdisch ein neuer Konzertsaal. (Foto: Christian Porsch)

Der Konzertsaal in Blaibach im Bayerischen Wald hat weltweit für Furore gesorgt. Nun hat sich der renommierte Münchner Architekt Peter Haimerl daran gemacht, ein ähnliches Klangwunder für die Internationale Musikbegegnungsstätte Haus Marteau des Bezirks Oberfranken in Lichtenberg (Landkreis Hof) zu schaffen. 3,2 Millionen Euro wird das ehrgeizige Vorhaben kosten, die ersten Konzerte sollen möglichst bereits Ende des kommenden Jahres stattfinden. Am Dienstag trafen sich die Verantwortlichen zum ersten Spatenstich.

 Es wird nicht irgendein Konzertsaal, das wurde einmal mehr bei der Präsentation der Pläne deutlich. Der Saal entsteht praktisch unterirdisch, ohne das Haus anzutasten. 80 bis 100 Zuhörer werden darin Platz finden. Und wenn schon einmal eine Baustelle eingerichtet und der Kurs- und Konzertbetrieb ausgelagert ist, dann werden auch gleich drei neue Übungsräume in bisherigen Lager- und Heizräumen im Untergeschoss der ehemaligen Künstlervilla sowie ein Aufzug eingebaut, um das Haus barrierefrei zu gestalten.

Ursprünglichkeit bleibt erhalten 

Oberstes Ziel für den Architekten war es, das denkmalgeschützte Gebäude und auch den Park unangetastet zu lassen. „Haus Marteau wird in seiner Ursprünglichkeit erhalten“, sagte Haimerl. Der Saal werde sich der wunderbaren Landschaftsarchitektur unterordnen und aufgrund einer geschickten Oberflächenkonstruktion dennoch mit natürlichem Licht durchflutet werden. Bisher fanden die Abschlusskonzerte der Kurse im Speisezimmer und in der Bibliothek des Hauses statt. Oft reichte der Platz nicht aus, manche Besucher hatten keine Sicht auf die Musiker und Zuhörer in angrenzenden Räumen klagten über die schlechte Akustik klagen.

„Das soll sich jetzt ändern“, versprach der oberfränkische Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler. Mit einem Bauwerk, das international wahrgenommen werden soll und das in Form eines Stollens unterirdisch gebaut wird. „Damit wollen wir ein Ausrufezeichen in der Kulturlandschaft Oberfrankens setzen“, so Denzler. Für den neuen künstlerischen Leiter Prof. Christoph Adt ist der Konzertsaal keine einfache Erweiterung, sondern eine totale Neuentwicklung. „Aus künstlerischer Sicht entsteht da ein völlig neuer Organismus“, so Adt, der sich besonders auf die starke Wirkung der Musik in völlig neuartiger Architektur freut.

Haus Marteau bringt Leben nach Lichtenberg

Von einem Kleinod, das weithin ausstrahlt, sprach der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär. Es sei bei weitem nicht selbstverständlich, dass der Bezirk das Haus in den 1980er Jahren erworben hat, als seine einzige Kultureinrichtung weiterbetreibt und sogar weiterentwickelt. „Durch das Haus Marteau kommt Leben in die Stadt“, sagte der Lichtenberger Bürgermeister Holger Knüppel und nannte das Haus eine in seiner Art und Weise bayernweit einzigartige Einrichtung.

Die internationale Musikbegegnungsstätte Haus Marteau gibt es seit 1982. Damals hatte der Bezirk Oberfranken die ehemalige Künstlervilla des weltberühmten Geigers und Komponisten Henri Marteau in Lichtenberg von Marteaus Tochter Mona Linsmayer-Marteau erworben. Nach umfassender Sanierung wurde in dem kurz vor dem Ersten Weltkrieg erbauten Landhaus eine Förderstätte für den hochqualifizierten internationalen Musiknachwuchs geschaffen. Seit mittlerweile 35 Jahren finden in dem stattlichen Anwesen, das bis zur „Wende“ einen Steinwurf vom damaligen Eisernen Vorhang lag, Meisterkurse für nahezu alle klassischen Musiksparten mit namhaften Dozenten statt.

Text: Stephan Herbert Fuchs

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