Netzwerktreffen
für den Gewässer- und Bodenschutz

Sinnvolle Maßnahmen zur gewässerschonenden Landwirtschaft sollen in einem bayernweiten Netzwerk von landwirtschaftlichen Demonstrationsbetrieben im Gewässer- Boden- und Klimaschutz vermittelt werden. Ziel des Netzwerkes ist der gegenseitige fachliche Erfahrungsaustausch aus der Praxis für die Praxis. Die Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Oberfranken in Bayreuth waren Mittelpunkt des dritten Netzwerktreffens, verbunden mit einer Schulung der oberfränkischen Demo-Betriebe.
Im Mittelpunkt der Schulung standen verschiedene Aspekte des Pflanzenschutzes – zunächst ging es um die Auswahl der richtigen Düsen. In der Nasshalle der Landwirtschaftlichen Lehranstalten wurden Düsen-Modelle namhafter Hersteller auf die Abdrift untersucht. Wieviel Pflanzenschutzmittel kommt unter bestimmten Wind- und Wetterbedingungen überhaupt dort an, wo es hinsoll? Die Auswertungen von Dozent Tobias Weggel wurden von allen Teilnehmern mit Interesse verfolgt. Deutlich wurde dabei, dass es für die Düsenwahl entscheidend ist, wie und auf welche Weise das Pflanzenschutzmittel wirkt. Je nach Wirkmechanismus sei eine Bestandsdurchdringung mit groben Tropfen notwendig oder eine beidseitige Benetzung der Pflanzen mit feinen Tropfen. Und Weggel ergänzt: „Eine Düse ist keine Düse – um die Wirkleistung von Pflanzenschutzmitteln umfänglich zu nutzen, braucht es mehr als nur eine Düse.“
Auch das innovative Thema der Pulsweitenmodualtion (PWM) bei Pflanzenschutzspritzen wurde anhand einer praktischen Demonstration genauer untersucht. Mithilfe dieser Technik lassen sich die Tröpfchengröße konstant halten und die Pflanzenschutzmittel genauer ausbringen. Entscheidend ist allerdings auch hier die Auswahl der passenden Düsen.
Ein weiteres Thema der Schulung war die Wasserqualität in Bezug auf den Pflanzenschutz. Wasserhärte und ph-Werte seien oft noch eine Unbekannte im Pflanzenschutz, tragen aber wesentlich zum Erfolg bei, so Weggel. Ideal wäre aus seiner Sicht für den Pflanzenschutz die Verwendung von weichem, kalkfreiem Regenwasser. Steht dieses nicht zur Verfügung, könne hartes Wasser mit einem Wasserkonditionierer aufbereitet werden. Der Vormittag endete mit Tipps zu Möglichkeiten, Pflanzenschutzmaßnahmen je nach Wetterprognosen besser zu planen und auch digitale Helfer zu nutzen. Dazu referierten Experten der Firma Meteosol, die die Möglichkeiten und Vorteile der Erfassung von Metrologischen Daten vor Ort und in Echtzeit vorstellten.
Die Landwirte aus den oberfränkischen Demonstrationsbetrieben nehmen alle Erkenntnisse aus der Schulung nun mit nach Hause auf den eigenen Hof. Dort bieten sie selbst regelmäßig Vorführungen oder Feldbegehungen rund um das Thema Gewässer- Boden und Klimaschutz an. Informationen zum Netzwerk und den Demonstrationsbetrieben im eigenen Landkreis gibt es beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) oder bei der Regierung von Oberfranken.
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