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Pressemitteilungen
Bezirk
| 12. August 2022

Ehrungsabend im Deutschen

Dampflokomotiv Museum

Verleihung der Silbernen Ehrenmedaille und Denkmalpreise

Sechs Männer und drei Frauen stehen vor einer Dampflokomotive nebeneinander
Die neuen Träger der Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken: Alois Dechant (2.v.li.), Bernhard Christoph (4.v.li.), Lothar Huber (4.v.re.) und Albrecht Schläger (2.v.re.).

Das Deutsche Dampflokomotiv-Museum bildete einen wunderbaren Rahmen für den Ehrungsabend des Bezirks Oberfranken. Bezirkstagsvizepräsident Andreas Starke konnte dazu zahlreiche Ehrengäste aus der Politik, der Wissenschaft, den Kammern, der Sozialverbände und der freien Wirtschaft begrüßen. Ein besonderer Gruß galt Altbezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, den Trägern der Ehrenmedaille des Bezirks, Kulmbachs Ehrenbürger Hans Albert Ruckdeschel mit seiner Ehefrau Margit, Martha Schaller und Klaus Förster.

Bezirkstagspräsident Henry Schramm nahm in Verlauf des Abends die Verleihung der Ehrenmedaillen in Silber an verdiente Persönlichkeiten von Oberfranken vor und es wurden auch die Denkmalpreise 2021 vergeben. Für die passende musikalische Umrahmung sorgte das Blechbläserquintett der Schorgastaler Blasmusik unter der Leitung von Jürgen Braunersreuther.

Bezirkstagspräsident Henry Schramm machte deutlich, dass eine Gesellschaft Menschen braucht, die bereit sind, mehr als nur ihre Pflicht zu tun: „Sich in ihrer Freizeit und über das normale Maß ehrenamtlich zu engagieren und die bereit sind, nicht nur an sich zu denken: Menschen, die ihre Lebensfreude den Mitbürgerinnen und Mitbürgern weitergeben, die gerne helfen und vermitteln. Und sie braucht Menschen, die mit großem persönlichem Einsatz dazu beitragen, das kulturelle und denkmalerische Erbe unserer Heimat zu erhalten und dadurch nicht nur wertvolle Bausubstanz schützen und neuen Nutzungen zuführen, sondern auch im besten Sinne des Wortes identitätsstiftend für die Menschen in unserer Heimat wirken.“ Und deshalb ist es dem Bezirk auch ein Anliegen, solchen besonderen Persönlichkeiten Anerkennung auszusprechen und ihr Wirken zu würdigen. Nach den Worten des Bezirkstagspräsidenten wird ein derartiges Engagement leider allzu oft als selbstverständlich hingenommen: „Im Rahmen der heutigen Veranstaltung dürfen wir gleich zwölf dieser Menschen, die sich um die Allgemeinheit in besonderem Maße verdient gemacht haben, für ihr Engagement ehren und würdigen. Wir freuen uns sehr, heute Abend auf der Basis einstimmiger Beschlüsse des Bezirkstags von Oberfranken vier oberfränkische Persönlichkeiten mit der Ehrenmedaille des Bezirks in Silber auszuzeichnen sowie acht Denkmalpreise des Bezirks für das Jahr 2021 zu verleihen.“ Die Ehrenmedaillen in Silber erhielten Bernhard Christoph, Lichtenfels, Alois Dechant, Weismain, Lothar Huber, Marktleugast, und Albrecht Schläger, Hohenberg a.d. Eger.

Bernhard Christoph

Er gilt in seiner Heimatstadt Lichtenfels als „Pionier der Grünen“ und der gehörte 24 Jahre lang, von 1996 bis 2020, dem Lichtenfelser Stadtrat an, war über diesen kompletten Zeitraum hinweg Fraktionsvorsitzender seiner Partei und zudem für sechs Jahre 3. Bürgermeister. Bezirkstagspräsident Henry Schramm: „Unter den Projekten, die sie in dieser Zeit in besonderem Maße politisch voranbrachten, stechen die familienfreundliche Umgestaltung der Lichtenfelser Innenstadt und die Ausarbeitung eines Standortkonzepts für Mobilfunkmasten, welches eine minimale Strahlenbelastung der Bürgerinnen und Bürger sicherstellen sollte, ganz besonders hervor.“ Bernhard Christoph gehörte auch dem Lichtenfelser Kreistag von 2008 bis 2020 an und konnten in dieser Funktion wegweisende Entscheidungen für seinen Heimatlandkreis mit auf den Weg bringen: Die Entscheidung für den Ersatzneubau für das Helmut-G.-Walther-Klinikum und der Beitritt des Landkreises Lichtenfels zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg nannte Bezirkstagspräsident Schramm als wichtige Infrastrukturprojekte dabei in besonderem Maße. 

Alois Dechant

Bezirkstagspräsident Henry Schramm verwies zunächst auf eine beeindruckende oberfränkische Unternehmensgeschichte der Familie Dechant, die bis zur Gründung des Baugeschäfts im Jahr 1881 zurückreicht. Bereits 1963 trat Alois Dechant in das Unternehmen ein und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ein Doppelstudium in Coburg als Architekt und Bauingenieur absolviert. Zwei Jahre später wurde ihm die Geschäftsführung übertragen. Bezirkstagspräsident Schramm: „Was mich persönlich immer sehr beeindruckt hat: Du hast Dein Unternehmen immer in dem Bewusstsein geführt, dass Du Verantwortung trägst für Deine Belegschaft – ein Patriarch im besten und positivsten Sinne des Wortes. Das Firmenhandeln war und ist schon immer eng mit Deiner Person und Deiner Familie verbunden – dies war Dir immer bewusst, weshalb Du größten Wert auf Qualität, aber eben auch auf soziale Verantwortung gelegt hast.“ Auch schwere Krisen konnte Alois Dechant immer wieder meistern und mit der Gründung der „dechant hoch- und ingenieurbau gmbh & co.“ im Jahr 2000 hat er das Familienunternehmen nicht nur in ein neues Jahrtausend geführt, sondern mit seinen Söhnen Peter und Thomas auch in die Hände einer neuen Generation gelegt. Bezirkstagspräsident Henry Schramm: „Und Du hast Dich darüber hinaus in höchstem Maße um die Menschen, Vereine und Organisationen Deiner oberfränkischen Heimat verdient gemacht.“

Lothar Huber

Die Blasmusik ist seine große Leidenschaft, und seinen Einsatz für diese Passion bezeichnete Bezirkstagspräsident Henry Schramm als gelebte Heimat- und Traditionspflege: „Der Musik im Allgemeinen sind Sie bereits seit rund vier Jahrzehnten verbunden, davon über 30 Jahre als Dirigent. Die Untersteinacher Blasmusik des Musikvereins Untersteinach im Landkreis Kulmbach prägen Sie insbesondere in den letzten 20 Jahren wie kein Zweiter: Als Vorsitzender, Dirigent und Jugendausbilder „in Personalunion“ haben Sie die Untersteinacher Blasmusik geführt, vielen Kindern und Jugendlichen den Weg in die wunderbare Welt der Musik aufgezeigt und durch viele Konzerte – weit über die Grenzen Untersteinachs hinaus – den Menschen Freude bereitet.“ Schramm bezeichnete Huber als Motor und Herzstück des Vereins. Wichtig war und war ihm dabei stets, dass die Jugendarbeit nicht am Notenpult endet: „Durch eine Vielzahl sozialer Aktivitäten stärken Sie auch die Identifikation der Jugendlichen zu ihrem Verein und zu ihrer Heimatgemeinde Untersteinach.“ Ebenfalls wurden die vielen tausend Arbeitsstunden, die Lothar Huber und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter in Eigenleistung in den Umbau der alten Postgaragen investiert hatten, um daraus einen Proben- und Konzertsaal entstehen zu lassen. Bezirkstagspräsident Henry Schramm: „Das „große“ Orchester Ihres Vereins ist das Jugendblasorchester – und allein diese Tatsache beweist, dass Jugendarbeit für Sie tatsächlich den Mittelpunkt Ihres musikalischen Engagements darstellt.“

Albrecht Schläger

Mit ihm erhielt ein kommunal- und landespolitisches Urgestein die Ehrenmedaille in Silber des Bezirks Oberfranken. Er hat sich als langjähriger Kommunalpolitiker und früherer Bürgermeister in Hohenberg an der Eger sowie als ehemaliges Mitglied des Bayerischen Landtags um seine oberfränkische Heimat verdient gemacht. Von 1990 bis 2003 gehörte er dem Bayerischen Landtag als Mitglied an und verschaffte dadurch seiner Heimatregion, die vom oberfränkischen Strukturwandel und den Umbrüchen in Folge des Zusammenbruchs des Ostblocks besonders getroffen wurde, eine wichtige – und gewichtige – politische Stimme in München.  Zuvor bekleidete er für 12 Jahre (von 1984 bis 1996) das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters der Stadt Hohenberg und ebenfalls insgesamt für 12 Jahre (zunächst von 1978 bis 1984, dann nochmals von 1996 bis 2002) das Amt des 2. Bürgermeisters. Zudem gehörte er von 1984 bis 2020 dem Kreistag des Landkreises Wunsiedel an. Bezirkstagspräsident Henry Schramm: „Bereits die rein zahlenmäßige Darstellung dieses umfassenden politischen Schaffens legt nahe, in welch hohem Maße Sie sich um die Entwicklung Oberfrankens verdient gemacht haben.“ Außerdem wurden Schlägers umfangreiches und jahrzehntelanges Engagement für den Naturschutz, die Umweltbildung und in der Vertriebenenpolitik sowie sein Bemühen um gute nachbarschaftliche Beziehungen zur Tschechischen Republik gewürdigt.

 

 


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