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Pressemitteilungen
Bezirk
| 07. März 2022

Erste Familien aus

der Ukraine in Sicherheit

Innerhalb kurzer Zeit wurden die Wohnungen bezugsfertig gemacht

Vier Frauen und sechs Männer tragen dicke Jacken und stehen vor einem Haus in der Dunkelheit.
Die Strapazen der langen Fluchtreise standen den Frauen und Männern unmittelbar nach Ankunft noch im Gesicht geschrieben. (Foto: Werner Reißaus)

Das Angebot des Bezirks Oberfranken, Wohnungen für geflüchtete Familien aus der Ukraine zur Verfügung zu stellen, wurde schneller genutzt als gedacht. Noch Anfang der letzten Woche wurden acht Wohnungen am Standort Bayreuth in der Cottenbacher Straße bezugsfertig gemacht, um den vom Krieg betroffenen Menschen eine Unterkunft zu bieten und am vergangenen Donnerstag zog am späten Abend eine Großfamilie mit sieben Erwachsenen und acht Kindern im Alter von drei bis 16 Jahren in die Großraumwohnung mit 160 qm ein. Am Freitag folgten bereits sieben weitere Flüchtlinge, vier Erwachsene und drei Kinder.

Bezirkstagspräsident Henry Schramm ließ es sich nehmen, die ersten Flüchtlinge mit seinem Büroleiter Florian Bergmann persönlich zu empfangen. Fast 50 Stunden war der Flüchtlingstreck mit drei PKWs und einem Kleintransporter nach Bayreuth unterwegs und als die Familien kurz vor 23 Uhr aus ihren Autos stiegen, sah man ihnen die Anspannung natürlich an. Die Freude, in der Freiheit zu sein, kam erst am nächsten Tag, zu groß waren einfach die Strapazen, die man auf sich genommen hatte. Die Kinder blieben bei der herzlichen Begrüßung durch den Bezirkstagspräsidenten derweil tief schlafend in den Autos liegen.

Ein wahrer Glücksfall für den Flüchtlingstreck war der Kulmbacher Alexander Schmidt, der ständig telefonisch mit ihm verbunden war. Alexander Schmidt, der in Kirgisistan in deutscher Abstammung geboren wurde und 1990 als 11-jähriger mit seiner Familie von Russland nach Deutschland aussiedelte und in Kulmbach eine neue Heimat fand. Er spricht sowohl russisch als auch ukrainisch und war natürlich bei der Ankunft der erste Ansprechpartner. Ein großer Unterschied in den beiden Sprachen bestehe nicht, wie Alexander Schmidt erklärte: „Es ist wie bei der deutschen und bayerischen Sprache.“ Seine Mutter ist auch Deutsche und stammte aus der Ukraine und über sie hat Schmidt, der als Handwerksmeister und selbständiger Kfz-Sachverständiger tätig ist, nach wie vor Verbindungen in das derzeit umkämpfte Land. Bezirkstagspräsident Henry Schramm: „Alexander Schmidt hat mich angerufen, ob ich ihm helfen könnte und ob ich weiß, wo man Flüchtlinge vorübergehend unterbringen könnte.“ 

Sehr schnell wurde dann der Entschluss gefasst, die acht Wohnungen in der Cottenbacher Straße, die erst vor kurzem entmietet wurden und leer stehen, weil sie eigentlich Neubauten weichen sollten, zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Die Wohnungen sind immer noch in einem guten Zustand und es wurden lediglich noch Küchen und Rauchmelder eingebaut und Möbel für eine Grundausstattung besorgt. Bezirkstagspräsident Henry Schramm: „Seit vergangenen Montag wird daran gearbeitet, um den aus der Ukraine geflohenen Familien Schutz und Obdach für eine Übergangszeit zu bieten. Ich habe auch Oberbürgermeister Ebersberger angerufen, dass bei uns am Donnerstagabend die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine bei uns am Standort eintreffen.“

Drei Wohnungen sind zwischen 130 und 160 Quadratmeter groß, während fünf Wohnungen je 80 Quadratmeter Raumfläche bieten. Aufgrund der Größe können problemlos auch große Familien aufgenommen werden. Für Bezirkstagspräsident Henry Schramm und der Vorständin der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO), Katja Bittner, ist es eine Selbstverständlichkeit, den in Not geratenen Menschen aus der Ukraine zu helfen. Sowohl der Bezirk, als auch die GeBO haben auch ihre Beschäftigten aufgerufen zu prüfen, in welcher Form (Unterkunft, Kleider- oder Sachspenden) sie helfen können. Hier war eine große Hilfsbereitschaft da, wie Bezirkstagspräsident Schramm zu verstehen gab. Eine Mitarbeiterin der Bezirksverwaltung hat kleine Papiertüten mit Spielsachen für die Kinder zur Verfügung gestellt. Abgeklärt wurde inzwischen auch, dass sich die ukrainischen Flüchtlinge im Ankerzentrum in Bamberg in dieser Woche nur melden müssen und dort kein längerer Aufenthalt notwendig wird.


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Pressekontakt

Bezirk Oberfranken
Stabstelle
Öffentlichkeitsarbeit
Cottenbacher Straße 23
95445 Bayreuth

Pressesprecher
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