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Pressemitteilungen
Gesundheit
| 01. Juni 2022

Einweihung der

Präventionsstelle Bayreuth

Neue Präventionsstelle will Betroffene rechtzeitig unterstützen und Straftaten verhindern

Eine Frau und vier Männer stehen nebeneinander vor einem Gebäude. Die Frau hält ein eingepacktes Brot in den Händen.
Zum Einzug der Präventionsstelle Bayreuth in die neuen Räumlichkeiten in der Schwindstraße gab es Brot und Salz. (Foto: Nicole Fleischer)

Muss denn immer erst was passieren? Nein. Die neue Präventionsstelle Bayreuth will genau das verhindern. In der Schwindstraße in Bayreuth eröffnen die Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken ein niederschwelliges Angebot für Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die zu Gewalt neigen. „Um Straftaten zu verhindern, potentielle Opfer zu schützen, aber auch Betroffenen ein weitgehend normales Leben zu ermöglichen“, sagt Bezirkstagspräsident Henry Schramm bei der offiziellen Eröffnung der Räumlichkeiten.

Wo übliche Behandlungsformen und Hilfsangebote oft abgelehnt werden, will die neue Präventionsstelle Bayreuth ansetzen. Die Behandlung soll Betroffene durch ein umfassendes Spezialangebot davor bewahren, krankheitsbedingt Straftaten zu begehen, die eine längere Behandlung im Maßregelvollzug zur Folge hätten. Fast jeder, der in einer psychischen Ausnahmesituation mal gewalttätig geworden ist, habe das nicht gewollt, sagt Thomas Ebersberger, Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth. „Wenn diese Menschen rechtzeitig Hilfe bekommen, kann man sowas verhindern.“

Die Zielgruppe

Als Anlaufstelle dient die neue Adresse volljährigen Betroffenen, die in ihrer Persönlichkeitsstruktur ein Risiko für gewalttätiges Verhalten aufweisen und an einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis oder einer schweren Persönlichkeitsstörung leiden. Die Abgrenzung von Diagnosen sei heutzutage immer schwieriger, da oft beispielsweise auch Suchterkrankungen mit hineinspielen, erklärt Professor Dr. Thomas Kallert, Ärztlicher Direktor der GeBO.

Ein multiprofessionelles Team aus Fachärzten, Psychologen, Sozialpädagogen, Pflegekräften und Arzthelfern kümmert sich um die Klienten mit Gewalt-Risiko. „Wir haben glücklicherweise erfahrene, hoch engagierte Mitarbeiter gefunden“, sagt Kallert. In einem ersten Schritt wird das individuelle Gewaltrisiko mittels ausführlicher Gespräche mit den Betroffenen, Fremdanamnese, weiterführenden Untersuchungen und validierter Screeningsverfahren evaluiert, daraus resultiert ein individueller Behandlungs- und Präventionsplan.

Gruppen- und Einzeltherapie

„Unser Ziel ist es, den allerletzten Schritt zu vermeiden – nämlich die Gewalt“, sagt GeBO-Vorstand Katja Bittner. Angeboten werden daher Gruppen- und Einzeltherapien, bei denen Gewaltprävention im Vordergrund steht. Außerdem geht es darum, eine Tagesstruktur zu planen, der Klient wird in lebenspraktischen Dingen unterstützt, Angehörige erhalten Beratung.

Info:

Das Angebot der Präventionsstelle ist freiwillig.

Die Behandlungsbereitschaft der Klienten wird vorausgesetzt. Das Team unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht.

Kontakt:

Schwindstraße 7

95447 Bayreuth

Telefon: 0921 283-2310

Fax: 0921 283-272310

Mail: praeventionsstelle.bkb@gebo-med.de

https://www.gebo-med.de/standorte/bezirkskrankenhaus-bayreuth/praeventionsstelle-bayreuth

Foto (V.l.):

Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth Thomas Ebersberger, Leitender Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Thomas Kallert, GeBO-Vorstand Katja Bittner und Manfred Neumeister als Stellvertreter des Landrats Bayreuth


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