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Pressemitteilungen
Bezirk
| 24. Juli 2019

Bezirkstag beschließt Kostenteilung

Förderung von 59 Millionen Euro für Neubau in Kutzenberg

Das Bild zeigt den Sitzungssaal des Bezirkstags von Oberfranken mit Bezirkstagspräsident Henry Schramm.
Unter der Leitung von Bezirkstagspräsident Henry Schramm fand heute die Sitzung des Bezirkstags von Oberfranken statt. (Foto: Christian Porsch)

Zwei Wochen sind seit der Entscheidung des Ministerrates vergangenen, den Neubau des Bezirksklinikums Obermain in das Krankenhausbauprogramm aufzunehmen. Heute hat sich der Bezirkstag von Oberfranken eingehend mit der Baumaßnahme beschäftigt und die hälftige Aufteilung des Eigenanteils zwischen den Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO) und dem Bezirk Oberfranken beschlossen. Dieser liegt bei bis zu 26,7 Millionen Euro.

 „Wir sind sehr dankbar für die hohe Förderung durch den Freistaat Bayern. Damit können wir nun mit Hochdruck an unserem Klinikneubau in Kutzenberg weiterplanen“, dankte Bezirkstagspräsident Henry Schramm der bayerischen Staatsregierung für die Einplanung der ersten 59 Millionen Euro im bayerischen Krankenhausbauprogramm. Durch die Bereitstellung dieser Mittel, die sich durch Sonderzuschüsse noch erhöhen sollen, können nun die Detailplanungen in Angriff genommen werden. Mit der Ausarbeitung der Planung, die im ersten Bauabschnitt zwei Baukörper für die psychiatrische Klinik umfassen, wurde der Münchner Architekt Udo Lemke betraut, wie Schramm in der heutigen Bezirkstagssitzung zusammenfasste.

Bis zu 26,7 Millionen Euro Eigenanteil

Der Eigenanteil des Bezirks Oberfranken und der GeBO liegt nach aktuellen Kostenschätzungen bei rund 26,7 Millionen Euro. Dieser soll nach den heutigen Beschlüssen des Bezirkstags durch entsprechend nachgewiesene förderfähige Kosten gegenüber der Regierung von Oberfranken noch reduziert werden. Zudem sollen nochmals Gespräche mit dem Gesundheitsministerium in München geführt werden, mit dem Ziel die Förderquote nochmals zu erhöhen.

Einig waren sich die Bezirksrätinnen und Bezirksräte auch darin, dass der Eigenanteil hälftig von der GeBO und dem Bezirk getragen werden sollen.

Nachhaltiger Einsatz

In der Kabinettssitzung am 9. Juli 2019 wurde der Neubau des Bezirksklinikums Obermain in Kutzenberg in das Krankenhausbauprogramm 2020 bis 2023 aufgenommen. 59,02 Millionen Euro wird der Freistaat Bayern für den ersten Bauabschnitt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik bereitstellen. Damit hatte sich der nachhaltige Einsatz von Bezirkstagspräsident Henry Schramm ausgezahlt. Gerade Gesundheitsministerin Melanie Huml hatte sich für den Neubau in Kutzenberg stark gemacht. Als nächster Schritt soll nun der vorzeitige Maßnahmenbeginn beantragt werden, um die Ausschreibungen für die Baumaßnahmen zügig in Angriff nehmen zu können.

 

Auf drei verschiedene „Finger“ (zwei für die Psychiatrie im ersten Bauabschnitt, einen für die Somatik inklusive Medizinischem Versorgungszentrum – MVZ - im zweiten Bauabschnitt) sollen die Stationen verteilt werden. Jeder dieser „Finger“ umfasst vier sichtbare Stockwerke und ein Kellergeschoss, die auf der nordöstlichen Seite des Krankenhausareals in den Hang hinein gebaut werden. Somit sei gewährleistet, dass alle bettenführenden Stationen gut mit Tageslicht versorgt werden.

 

Das Bezirksklinikum Obermain in Kutzenberg verfügt über 278 stationäre Betten in den Bereichen Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (178 Betten), Atmungsorgane, Allergologie und Schlafmedizin (66 Betten) und Rheumatologie (34 Betten) sowie über 14 teilstationäre Behandlungsplätze. Das Krankenhaus wurde 1914 im Pavillonstil errichtet und seither mehrfach an- und umgebaut. Aufgrund der verstreuten Baukörper sind vom Pflegepersonal, den Patienten und der Versorgung täglich Wegstrecken von 113 Kilometern zurückzulegen. 


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Bezirk Oberfranken
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