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Pressemitteilungen
Gesundheit
| 02. November 2018

Klinikpfarrer geht in den Ruhestand

Reinhard Stauch nach 32 Jahren verabschiedet

Das Bild zeigt Klinikpfarrer Reinhard Stauch und Pastoralreferent Thomas Müller vor der Kirche am Bezirkskrankenhaus Bayreuth.
Pfarrer Reinhard Stauch mit Pastoralreferent Thomas Müller (links), der ebenfalls seinen Dienst am BKH beendet – er ist künftig verstärkt in der Mitarbeitervertretung der Diözese tätig. (Foto: Ulrike Sommerer)

Ob Nachfrage da ist? Reinhard Stauch lächelt. Es dauert nicht lange, bis er antwortet. „Ich frage nach“, sagt er. Nachfragen – seit 32 Jahren tut Reinhard Stauch das. So lange schon arbeitet der katholische Geistliche, inzwischen 75 Jahre alt, in der Klinikseelsorge des Bezirkskrankenhauses Bayreuth. Er schmunzelt. „Jetzt hat mir mein Bischof nahegelegt, in den Ruhestand zu gehen.“

Stauch redet viel in Bildern, wenn er von seiner Arbeit erzählt. Auch mit den Patienten redet er viel in Bildern. Weil eine bildhafte Sprache leichter zu verstehen ist. Er spricht davon, dass man in Gott seinen Anker setzen soll. Er spricht davon, dass man in seinem Elend nicht herumrühren sollte, sondern die Schüssel mit all dem Schlechten bei Gott abgeben müsse.

Für Stauch ist die Begegnung das Wesentliche seiner Arbeit. Deshalb sitzt er auch nicht in seinem Büro in der Kirche, die mitten im Gelände des Bayreuther Bezirkskrankenhauses zu finden ist. Deshalb sitzt er lieber auf den Gängen der Stationen. Er will den Menschen begegnen, wenn sie hier zur Behandlung ihrer psychischen Krankheiten sind. Und er will diesen Menschen Begegnung ermöglichen – letztendlich Begegnung mit Gott.

Tragik des Menschen erkannt

In all den Jahren, die Stauch am Bezirkskrankenhaus Bayreuth tätig war (zusätzlich zu seiner Aufgabe in der Klinikseelsorge der Hohen Warte und als Pfarrer an der katholischen Hochschulgemeinde), ging es ihm darum, die Menschen hier zu begleiten. Dabei kommt Stauch eigentlich aus der Gemeindearbeit – lange Jahre war er Pfarrer in Gefrees und Marktschorgast. "Ich habe aber schon in jungen Jahren die Tragik des Menschen erkannt“, und so war es für ihn nahezu göttliche Fügung, die Stelle der Seelsorge im Bezirkskrankenhaus angetragen bekommen zu haben.

Im Unterschied zur Arbeit in einer Pfarrei hat Stauch in der Klinikseelsorge weniger mit dem Rhythmus des Kirchenjahres zu tun, gar nichts mit Verwaltung. „Hier geht es darum, dass Menschen den Bezug zu Jesus nicht verlieren“, und auch darum, in einen Bezug mit Jesus zu treten. Sich selbst versteht er dabei als Mittelsmann der sich im Sinn Jesu den Schwachen zuwendet. Gerade hier, in der Psychiatrie, habe Stauch dies ganz besonders erlebt. „Hier geht es immer um tiefst menschliche Problematik“, sagt er. „Ich weiß um die Gebrochenheit des Menschen, hier wird dieses Unperfektsein ganz besonders deutlich.“

Bezug zu Gott

Stauch verweist immer auf Gott. Den Bezug zu Gott habe jeder Mensch in sich, „er ist aber oft verschüttet, oft auch nicht gewollt, und dann nehmen einen andere Abhängigkeiten zunehmend in Beschlag.“ Stauch versucht in seinen Gespräche mit den Menschen hier im Bezirkskrankenhaus, diesen Bezug wieder frei zu legen. Wieder benutzt er ein Bild: Der Mensch müsse sich oben einhängen, oben bei Gott. Dann könne er sicher Schritte gehen.

Stauch ist katholischer Geistlicher – die Konfession, Religion oder der Atheismus spiele bei seinen Seelsorge-Gesprächen mit den Patienten aber keine Rolle. Was ihm sehr am Herzen liege, sei die Patienten auch zu den Gottesdiensten einzuladen. „Ich muss die Leute zu Jesus führen.“ Zu Jesus sollen die kommen, die mühselig und beladen sind, heißt es in der Bibel. „Dass das geschieht, das ist das Wesentliche, was ich bewirken soll.“ Stauch will genau das, die Menschen zum Heiland bringen, „der im Tiefsten uns heilen will“.

 

Und noch ein Abschied: Auch Pastoralreferent Thomas Müller, der 21 Jahre am Bezirkskrankenhaus Bayreuth tätig war, gibt seine Tätigkeit im Krankenhaus auf, da er künftig stärker in der Mitarbeitervertretung der Erzdiözese tätig ist. 

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