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Soziales
| 27. Oktober 2026

Zukunftsthemen im Fokus – digitale

Beratung und Modernisierung

Sozialausschuss des Bezirkstags von Oberfranken kommt in Bayreuth zusammen

In einem großen Saal sitzen an einem runden Konferenztisch Menschen. Vor sich haben Sie Unterlagen und Mikrofone auf dem Tisch.
Der Sozialausschuss des Bezirkstags von Oberfranken kommt regelmäßig in Bayreuth zusammen. (Foto: Fabienne Zausig)

Der Sozialausschuss des Bezirkstags von Oberfranken kam am Vormittag zu seiner Sitzung in Bayreuth zusammen. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Weiterentwicklung der Sozialpsychiatrischen Dienste in Oberfranken und die Modernisierung von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Menschen mit psychischen Belastungen sollen künftig auch digital Unterstützung erhalten. Mit dem Projekt „Digi-SpDi“ wollen die bayerischen Bezirke die Beratungsangebote der Sozialpsychiatrischen Dienste um Chat, E-Mail, Messenger und Video erweitern. „Das digitale Angebot soll insbesondere jüngeren Menschen den Zugang zu Beratung erleichtern, Barrieren abbauen und die Versorgung im ländlichen Raum verbessern“, erläuterte Bezirkstagspräsident Henry Schramm den ersten Tagesordnungspunkt der Sitzung. In Oberfranken gibt es sechs Sozialpsychiatrische Dienste, die von dem Projekt profitieren sollen.Für die fünfjährige Einführungsphase rechnet der Bezirk Oberfranken mit jährlichen Kosten von rund 6.000 bis 7.000 Euro. Hinzu kommen einmalige Anschlusskosten von maximal 18.000 Euro. Der Sozialausschuss beauftragte nach diesem Zwischenbericht die Verwaltung, das Vorhaben weiter zu verfolgen. 

Die geplante Digitalisierung der Sozialpsychiatrischen Dienste findet auch in der Fortschreibung der Rahmenleistungsbeschreibung Berücksichtigung. Diese legt bayernweit die Aufgaben und inhaltlichen Vorgaben der Dienste fest und soll zum 1. Januar 2027 aktualisiert werden. Der Sozialausschuss hat einem entsprechenden Entwurf zugestimmt. Die überarbeitete Fassung sieht zudem mehr Flexibilität beim Personaleinsatz vor. „Dies soll den Diensten insbesondere angesichts des Fachkräftemangels mehr Handlungsspielraum geben“, betont der Sozialplaner des Bezirks Oberfranken, Norbert Neumüller.

Anerkennung weiterer Wohnplätze für Menschen mit Behinderung in Lichtenfels

Im weiteren Verlauf der Sitzung beriet der Ausschuss über einen Neubau des Wohnheims „St. Elisabeth“ in Lichtenfels, das im Zuge dieser Baumaßnahme um sechs Plätze erweitert werden soll. In der Einrichtung der Caritas leben derzeit 54 Erwachsene mit überwiegend schweren geistigen Behinderungen. Das bestehende Gebäude entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit, Pflege und Betreuung. Mit dem geplanten Ersatzneubau sollen die Wohn- und Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner deutlich verbessert werden. Gleichzeitig soll die Zahl der Wohnplätze auf 60 steigen. Der Bedarf ist vorhanden: Das Wohnheim war in den vergangenen Jahren nahezu vollständig belegt. Der Sozialausschuss erkannte die sechs zusätzlichen Plätze als bedarfsgerecht an und unterstützt die Einplanung in das staatliche Jahresförderprogramm. Die Höhe des Förderanteils des Bezirks Oberfranken kann aufgrund der frühen Phase des Projektes noch nicht beziffert werden.

Bezirk unterstützt Modernisierung der Lebenshilfe-Werkstatt in Bamberg

Der Sozialausschuss sprach sich zudem dafür aus, die umfassende Modernisierung der Lebenshilfe-Werkstatt in der Ohmstraße in Bamberg mit insgesamt bis zu rund 719.000 Euro in den kommenden Jahren zu fördern. 

Die Werkstatt bietet 200 Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung einen Arbeitsplatz. Die Gebäude stammen aus den 1970er Jahren und weisen erhebliche bauliche und energetische Mängel auf. Auch fehlen geeignete Ruhe- und Pflegeräume. 62 Plätze werden als Modernisierungsplätze definiert, 138 Plätze fallen unter die Kategorie Ersatzneubau. Die förderfähigen Kosten belaufen sich auf rund 14,4 Millionen Euro. Davon übernimmt der Freistaat Bayern 65 Prozent, der Bezirk Oberfranken fünf Prozent. Mit der Förderung soll die Werkstatt langfristig bessere Arbeitsbedingungen für Menschen mit Behinderung bieten.


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