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Kultur
| 13. Dezember 2023

Denkmalpreise 2023

des Bezirks Oberfranken

Auszeichnung für vorbildlich sanierte, historische Gebäude

Ein saniertes kleines Haus mit Fachwerk und einer Holzfassade umgeben von einem Garten mit großen Bäumen
Für die Sanierung dieses Austraghauses in Schönwald erhalten die Eigentümer den Denkmalpreis 2023. (Foto: Martin Klotz-Veit)

Die Ergebnisse sind beeindruckend – der Weg dorthin oft spannend und herausfordernd: die Eigentümer von elf vorbildlich sanierten, historischen Gebäuden in Oberfranken werden vom Bezirk Oberfranken mit dem Denkmalpreis 2023 ausgezeichnet. Hinter jedem Objekt stecken unzählige Stunden Arbeitszeit und viel Herzblut der Eigentümer.

„Es ist bemerkenswert, wie viel Mühe die Menschen häufig in die Sanierung denkmalgeschützter Bausubstanz investieren“, so Bezirkstagspräsident Henry Schramm in der Sitzung des Bezirksausschusses. „Diese Anstrengungen wollen wir als Bezirk Oberfranken honorieren und so auch andere dazu motivieren, alte Gebäude mit Geschichte zu erhalten.“ Der Preis ist mit 5.000 Euro pro ausgezeichnetem Objekt dotiert. Er wird seit 2021 vergeben.

Eine Jury unter der Leitung von Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold hatte sich mit den eingereichten Vorschlägen auseinandergesetzt und sie bewertet. Der Bezirksausschuss hatte schließlich über die Vergabe der Preise für die entsprechenden Sanierungsmaßnahmen entschieden. Dippold verwies darauf, dass Denkmäler für Identität stehen: „Sie sind sichtbares Zeugnis der Geschichte eines Dorfes, einer Stadt oder sogar einer ganzen Region. Teils sind es herausragende Werk bekannter Architekten, die als Denkmäler eingetragen sind – Schlösser, Kirchen, Villen. Häufig sind es aber auch die Zeugnisse der einfachen Bevölkerung, die für das Gesamtbild wichtig sind, Tropfhäuser, Scheunen und einfache Wohnbauten. Und gerade in Oberfranken dürfen wir auch die Industriebauten nicht vergessen, die ganze Regionen geprägt haben.“

Leider fände sich inzwischen in vielen Fällen niemand mehr, der sich dieser Bauten annimmt.

Preisträger 2023:  

Stadt Bamberg: Färbergasse 14, 96052 Bamberg

Maßnahmeträger: Matthias Kredel

Das im Kern spätmittelalterliche Gärtneranwesen wurde mit viel Liebe zum Detail und hoher Eigenleistung des Eigentümers saniert.

Stadt Bayreuth: Colmdorf 8, 95448 Bayreuth

Maßnahmeträger: Axel und Christian Rothenbücher

Das Schloss (erbaut 1754-1759) in prominenter Lage war lange vernachlässigt. Der repräsentative Bau soll nach der umfangreichen Sanierung nun auch für die Öffentlichkeit zur Nutzung zur Verfügung stehen.

Landkreis Bamberg: Rothensander Hauptstraße 6, 96114 Hirschaid

Maßnahmeträger: Julia und Thomas Nagel

Der ehemalige Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert wurde mit dem Einsatz traditioneller Handwerkstechniken und Materialen zeitgemäß saniert. Bemerkenswert ist dabei vor allem die hohe Eigenleistung über einen, Projektzeitraum von 13 Jahren.

Landkreis Bamberg: Mühlhofstraße 3, 96103 Hallstadt

Maßnahmeträger: Susanne Strauss und Harald Strauss-Orlovsky

Das Mainschlösschen, erbaut nach Plänen von Balthasar Neumann, hat eine zentrale städtebauliche und historische Bedeutung. Es wird nach der Sanierung neben Wohnzwecken auch für Konzerte, Trauungen oder städtische Veranstaltungen genutzt.

Landkreis Forchheim: Hartmannstraße 47, 91330 Eggolsheim

Maßnahmeträger: Tatjana und Philipp Hümmer

Hofanlage aus den 1740er Jahren. Es handelt sich um ein städtebaulich und historisch bedeutsames Gebäude, das mit hoher Eigenleistung saniert wurde und nun wieder ein Schmuckstück für die Umgebung ist.

Landkreis Hof: Münchberger Str. 43, 95233 Helmbrechts

Maßnahmeträgerin: Iris Selch

Die repräsentative Villa Pittroff war einsturzgefährdet und vom Hausschwamm befallen. Das Gebäude, erbaut 1904, wurde in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden einfühlsam saniert und umfassend restauriert.

Landkreis Kronach: Kulmbacher Str. 1, 96328 Küps

Maßnahmeträgerin: Dr. Anna Helene Feulner

Das Obere Schloss wurde im 16. Und 17. Jahrhundert errichtet. Die heutige Eigentümerin hat das stark sanierungsbedürftige Gebäude 2018 übernommen und seitdem umfangreich restauriert. Der Markt Küps hat ein Nutzungsrecht für den Anbau und das angrenzende Gewölbe des Erdgeschosses mit den historischen Kellergeschossen.

Landkreis Kulmbach: Mühlstraße 18, 95336 Mainleus

Maßnahmeträger: Christian Schneider

Die ehemalige Mühle mit Haupt- und Nebengebäuden wurde in enger Abstimmung mir den Denkmalbehörden und unter großem Eigeneinsatz für zeitgemäßes Wohnen saniert.

Landkreis Lichtenfels: Schwürbitzer Straße 17, 96275 Marktzeuln

Maßnahmeträger: Elisabeth und Jonathan Gehrlich

Die Villa im Stil der Reformarchitektur stammt aus dem Jahr 1925. Die Eingriffe während der Sanierung wurden auf das Notwendigste beschränkt, historische Einbauten, Parkett, Wand- und Deckenoberflächen wurden soweit wie möglich erhalten.

Landkreis Wunsiedel: Hofer Str.10 + 12, 95158 Kirchenlamitz

Maßnahmeträgerin: Christine Herrlinger

Das repräsentative Wohnhaus entstand 1888 aus dem Zusammenschluss zweier älterer Häuser und befindet sich in zentraler Lage. Es war Wohnsitz mehrerer Bürgermeister von Kirchenlamitz, wovon auch die prachtvolle Ausstattung zeugt. Die vorbildliche Sanierung erfolgte über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Landkreis Wunsiedel: Brunn 15, 95173 Schönwald

Maßnahmeträger: Martin Klotz-Veit

Das so genannte Austragshaus wurde bis 1950 noch bewohnt. Es handelt sich um eines der letzten Gebäude dieser Art in der Region, das sich noch am Originalstandort befindet. Das kleine Haus wurde als Teil des gesamten Hofensembles saniert.


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